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Städtebau
172 neue Wohnungen beim Himbeerpalast in Erlangen
Gegenüber vom Himbeerpalast (r.) entstehen die beiden Gebäude.
Gegenüber vom Himbeerpalast (r.) entstehen die beiden Gebäude. // Visualisierung: GS Schenk
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Erlangen – In der Sieboldstraße in Erlangen ist der Grundstein für ein großes Wohnbauprojekt gelegt worden. Zusätzlich entstehen 277 Studentenapartments. Das ist noch nicht alles.

Entlang der Sieboldstraße in Erlangen ist der Grundstein für ein neues Wohnquartier gelegt worden. Mit seinen beiden Baukörpern zähle das Quartier „Sieboldstraße & Study Inn“ zu den größten Wohnbauprojekten sowohl im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen als auch in ganz Nordbayern. Das berichtet die Baufirma GS Schenk.

Gewerbe im Erdgeschoss

In den nächsten zwei Jahren entstehen demnach 172 neue Wohnungen, rund die Hälfte davon öffentlich gefördert, weitere 277 öffentlich geförderte Studentenapartments sowie Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Das Großprojekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 100 Millionen Euro wird voraussichtlich im Sommer 2025 bezugsfertig, heißt es.

Das Projekt auf einem ehemaligen Siemens-Areal mit einer Grundfläche von 9000 Quadratmetern entsteht unmittelbar gegenüber dem sogenannten Himbeerpalast. Dieser wird künftig die geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) beherbergen und ist Ausgangspunkt der geplanten „Achse der Wissenschaft“. Sie führt entlang der Sieboldstraße bis hin zum kommenden Kultur- und Bildungscampus (Kubic) Frankenhof.

Firma Heinlein ist Bauherr

Bauherr des südlichen Bauabschnitts „Quartier Sieboldstraße“ mit 129 öffentlich geförderten und frei finanzierten Mietwohnungen ist das Erlanger Bau- und Immobilienunternehmen Heinlein, das in der Stadt bereits einen größeren Wohnungsbestand verwaltet. Im nördlichen Bauteil „Study Inn Erlangen“ werden neben 43 öffentlich geförderten Wohnungen 277 Studentenapartments entstehen.

Eigentümer ist die GMS Objekt Erlangen – die drei Anfangsbuchstaben stehen dabei für die Grammer-Immobiliengruppe aus Amberg (ein Spezialist für die Realisierung und Verwaltung von Studentenapartments), die in der Baubranche tätige Unternehmerfamilie Meier aus Lauterhofen und das Fürther Bauunternehmen GS Schenk, das gleichzeitig für die Bauausführung der beiden Bauteile beauftragt wurde.

Den Grundstein gelegt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte bei der Grundsteinlegung: „Die beiden Wohnungsbauprojekte sind wichtige Bausteine in der Neuentwicklung des zukunftsweisenden Bildungsquartiers und ein großartiger Entwicklungsimpuls für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Erlangen. Auch für den bayerischen Wohnungsbau und unsere Baufirmen sind die Neubauprojekte ein besonders starkes Zeichen.

Denn gerade in Zeiten, in denen Bauprojekte stagnieren und Planungen zurückgehen, entsteht hier dringend benötigter Wohnraum.“ Der Freistaat leiste einen nicht unerheblichen Beitrag und unterstütze die Errichtung der beiden Gebäude mit rund 26,3 Millionen Euro an Förderung.

Gut 39.000 Studenten sind an der FAU eingeschrieben. Entsprechend problematisch ist der Wohnungsmarkt in der Hugenottenstadt und im gesamten Großraum, der seit Jahren wachsende Bevölkerungszahlen verzeichnet. Studenten aus dem Ausland und Geflüchtete erhöhen den Druck auf den Wohnungsmarkt zusätzlich.

Die Spitze der 118.000-Einwohner-Stadt appelliert immer wieder an die Bürger, den Studenten frei gewordene Kinderzimmer oder ausgebaute Dachböden zur Verfügung zu stellen. Schon deshalb freut sich Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik über die Grundsteinlegung: „Das neue Quartier mit seiner zentralen Lage trägt zu einer willkommenen Entlastung für den Wohnungsmarkt in unserer Stadt bei.“

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