0
Exklusiv-Interview
Anna Konrad: Das war mein Magic Moment am Freischießen
Anna Konrad erinnert sich an ihren speziellen "Magic Moment" am Kronacher Freischießen.
Anna Konrad erinnert sich an ihren speziellen "Magic Moment" am Kronacher Freischießen. // Maria Löffler
Kronach – Herausforderungen und Emotionen begleiten Anna Konrad beim Freischießen. Was sich ändern wird und welchen Wunsch sie ein Jahr nach dem Debüt auf der Hofwiese an die Besucherinnen und Besucher richtet.

Anna Konrad (Metzgerei Konrad in Welitsch) ist schon seit einigen Tagen im Freischießen-Modus. Zum zweiten Mal wollen sie und ihr Partner Frank Müller die Besucherinnen und Besucher mit ihrem kulinarischen Angebot begeistern. 

Im Interview beantwortet sie zunächst einmal die wichtigsten fünf Fragen zu ihrem zweiten Jahr auf der Hofwiese. Danach verrät die junge Frau unter anderem ihren ganz speziellen "Magic Moment" des letzten Jahres. 


Wie bereitet ihr euch gerade auf das Freischießen vor?

"Wir kümmern uns gerade ums Personal, schreiben Pläne." 

Von wie vielen Personen reden wir? Wie stark ist euer Freischießenteam?

"Es besteht aus rund 40 Leuten."

Wie schwer ist es, gutes Personal zu finden?

"Nicht schwer. Wir haben viele Bewerbungen. Und 90 Prozent der Leute vom letzten Jahr sind auch heuer wieder dabei."

Wird das kulinarische Angebot erweitert?

"Nein, wir haben uns dagegen entschieden und setzen auf Bewährtes. Es wird auch heuer Bratwürste, Steaks und Zwiebelsteaks geben."

Verändert sich etwas am Preis?

"Ja. Der Preis für das Paar Bratwürste bleibt zwar bei 4,50 Euro. Steaks und Zwiebelsteaks gehen allerdings jeweils um 50 Cent nach oben. Das Steak wird 5,50 Euro kosten, das Zwiebelsteak 6,50 Euro.


Der ganz besondere "Magic Moment" von Anna Konrad

Doch natürlich steckt hinter dieser Geschichte so viel mehr. Vor allem aber ganz viele Emotionen. Anna Konrad spricht über ihren ganz speziellen "Magic Moment", den sie im letzten Jahr am Freischießen erleben durfte. "Ein älterer Schützenfestbesucher war so zufrieden, es hatte ihm geschmeckt, und er fragte mich spontan, ob er mich aus Dankbarkeit umarmen dürfe. Das hat mich sprachlos gemacht." Noch jetzt bekomme sie Gänsehaut, wenn sie sich an genau diesen Moment erinnert.

Im Gedächtnis blieb ihr aber vor allem auch der Zuspruch der Besucherinnen und Besucher. "Wir fühlten uns angenommen. Das ist ja nicht ganz selbstverständlich. Darüber haben wir uns natürlich ganz besonders gefreut." Insgesamt sei es "überwältigend" gewesen, gesteht sie, und ihre Stimme spiegelt genau das wider. "Es war eine schöne Zeit, wenn auch sehr stressig. Wir sind an unsere Grenzen gegangen." 

"Es ist wichtig, Menschen zu haben, auf die man sich verlassen kann"

Aber was bedeutet es, an seine Grenzen zu gehen? Anna Konrad überlegt nicht lange. "Wir arbeiten im Schichtbetrieb und können uns einfach keine Fehler erlauben. Es muss alles stimmen. Das erfordert  immense Planung und Vorbereitung. Beim Freischießen selbst darf man sich keine Durchhänger erlauben, man muss fit und bei der Sache sein - ohne Unterbrechung, zehn Tage lang. Das schlaucht unheimlich."

Auch das Personal sei natürlich entsprechend gefordert, gibt sie zu, weshalb es wichtig sei, Menschen um sich zu haben, auf die man sich verlassen könne. "Hauptsächlich arbeiten wir nach dem Prinzip ,Family and Friends'. Das hat sich einfach bewährt. Aber ich bekomme natürlich viele Anfragen von Leuten, die bei uns übers Freischießen jobben wollen. Momentan sind es so viele, dass ich leider absagen muss." 

Anna Konrad freut sich auf den ganz besonderen "Spirit des Kronacher Freischießens"

Körperlich und geistig werde ihr und ihrem Personal in diesen zehn Tagen alles abverlangt. "Danach brauchen alle erst einmal eine Pause." Dennoch denkt die junge Frau an Expansion. Sie kann sich vorstellen, ihre Erfahrung, die sie beim Freischießen gesammelt hat, auch noch bei anderen Festen einzubringen. "Wir denken darüber nach, auch woanders zu braten. Aber konkrete Pläne dafür gibt es noch nicht."

Und jetzt freue sie sich sowieso auf den "Spirit des Freischießens", der ihr und ihrem gesamten Team schon im letzten Jahr einen tollen Schub gegeben habe. Am Ende formuliert sie noch einen Wunsch an die Besucherinnen und Besucher: "Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr mit der gleichen Herzlichkeit und Wärme empfangen werden wie im letzten Jahr. Wir freuen uns total auf das kommende Freischießen!"

 

 

 

Inhalt teilen
  • kopiert!