Die neu formierte Wählergruppe „Freie Wähler-CSB Coburg“ hat erste Weichen für die Kommunalwahl im März 2026 gestellt. So wurde am Freitag bekanntgegeben, dass Christian Gunsenheimer als Oberbürgermeisterkandidat antreten soll. Ein entsprechender Vorschlag des Vorstands liege bereits vor, die offizielle Nominierung soll im Herbst erfolgen.
Bürgermeister von Weitramsdorf
Der 50-jährige Christian Gunsenheimer war bislang vor allem im Landkreis Coburg politisch aktiv. Von 2002 bis 2014 war er Bürgermeister von Weitramsdorf. Aktuell ist er stellvertretender Landrat.
Hans-Heinrich Ulmann, Vorsitzender von FW-CSB, bezeichnete Christian Gunsenheimer am Freitag als „Idealbesetzung“ für das Amt des Oberbürgermeisters. Denn er sei ein „sehr profilierter Kommunalpolitiker“, der über eine „jahrzehntelange Erfahrung“ verfüge.
„In der Region verwurzelt“
Auch Christian Müller, der Fraktionsvorsitzende von FW-CSB, pries Gunsenheimer in den höchsten Tönen: Er bringe Führungserfahrung in einer Verwaltung mit und wisse, „wie Kommunalpolitik funktioniert“. Außerdem sei Gunsenheimer „in der Region verwurzelt“.
Mit dieser letzten Bemerkung wollte Müller wohl gleich mal möglicher Kritik vorbeugen, dass Gunsenheimer ja gar kein Coburger ist, sondern in Weitramsdorf lebt.
Schule in Coburg besucht
Auch Gunsenheimer selbst ging darauf ein. Er betonte: „Ich bin ein Kind der Region, das sich noch nie nur über die 17 Kommunen des Landkreises definiert hat.“ Nicht zuletzt auch deshalb, weil er in Coburg zur Schule gegangen sei, nämlich aufs Gymnasium Ernestinum.
Hat ein OB „Residenzpflicht“?
Um Oberbürgermeister einer Stadt werden zu können, muss diejenige Person nicht zwingend in dieser Stadt wohnen. Bislang sah die bayerische Gemeindeordnung lediglich bei Mitgliedern von Stadt- und Gemeinderäten eine Art „Residenzpflicht“ vor. Aber das wurde gelockert. Jetzt reicht ein Zweitwohnsitz. Im Fall von Christian Gunsenheimer bedeutet das: Er kann in Weitramsdorf wohnen bleiben – und sobald er einen Zweitwohnsitz in der Stadt Coburg vorweisen kann, darf er auch – eine erfolgreiche Wahl vorausgesetzt – Mitglied des Coburger Stadtrats werden.
OB-Wahl in Coburg: Wer tritt alles an?
Christian Gunsenheimer ist bereits der vierte OB-Kandidat, der für die Wahl in Coburg im März 2026 feststeht. Vor ihm wurden bereits Hans-Herbert Hartan (CSU), Joachim Hoppe (Die Linke) und Michael Gebhardt (AfD) nominiert. Bei „Pro Coburg“ steht der Vorschlag im Raum, Uwe Meyer ins Rennen zu schicken. Amtsinhaber Dominik Sauerteig (SPD) hat verlauten lassen, wieder antreten zu wollen. - Weitere OB-Kandidaten (oder auch OB-Kandidatinnen) werden in Coburg von den Grünen, der FDP und vielleicht auch von Volt und BSW erwartet.














