Bayernweit finden am Sonntag, 8. März 2026, die nächsten Kommunalwahlen statt. Auch in Coburg wird gewählt, und zwar ein neuer Stadtrat als auch ein neues Stadtoberhaupt. Die Flut an Kandidaten und Kandidatinnen könnte noch größer sein als bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren.
In diesem Text geben wir zunächst folgenden Überblick:
Oberbürgermeisterwahl: Wer tritt an?
Welche Listen wird es bei der Stadtratswahl geben?
Außerdem beleuchten wir die Situation bei den einzelnen Parteien und Gruppierungen:
1. SPD: Die stärkste Kraft
2. CSU: Wechsel im Rathaus ist das Ziel
3. Grüne: Die einzige Frau in der Fraktion hat die Partei verlassen
4. Pro Coburg: Bekannter Unternehmer auf der Liste
5. Freie Wähler-CSB: Neues Projekt mit alten Bekannten
6. Junge Union (vormals Junge Coburger): Hauptsache Jung!
7. FDP: Das „Urgestein“ tritt noch einmal an
8. Die Linke: Partei hat sich komplett neu formiert
9. BSW: Schafft Hähnlein den Hattrick?
10. ÖDP: Wolf führt das Rudel an
11. AfD: Wie der Elfte plötzlich Stadtrat wurde
12. Volt: Mit Schmidt war der Bann gebrochen
13. Coburger Liste: Leiser Abschied
Oberbürgermeisterwahl in Coburg: Wer tritt an?
Dominik Sauerteig (SPD) ist seit Mai 2020 Oberbürgermeister der Stadt Coburg. Er hat bereits angekündigt, bei der turnusmäßigen Neuwahl im März 2026 erneut anzutreten. Die Nominierung ist für Sonntag, 4. Januar 2026, geplant.
Die Coburger CSU hat bereits frühzeitig ihren Oberbürgermeisterkandidaten nominiert: Hans-Herbert Hartan, der zurzeit Zweiter Bürgermeister ist, soll für die Christsozialen den Chefsessel im Coburger Rathaus erobern.
Bei der Wählergemeinschaft Pro Coburg gab es im Frühjahr 2025 zunächst eine Empfehlung des Vorstands, wonach Uwe Meyer soll als OB-Kandidat ins Rennen gehen soll. Bis zur Nominierung könnten aber noch weitere Kandidaten und Kandidatinnen vorgeschlagen werden, hieß es damals.
Im September 2025 machte Uwe Meyer dann aber selbst einen Rückzieher. Er erklärte, doch nicht als OB-Kandidat zur Verfügung zu stehen. Stattdessen wurde im November Jürgen Heeb als OB-Kandidat nominiert.
Bei den Grünen ist die Entscheidung bereits Mitte September gefallen: Als OB-Kandidat wurde der Stadtrat und Fraktionsvorsitzende Wolfram Haupt nominiert. Er gilt unter anderem als Fahrrad- und als Theaterexperte. Beruflich ist er tätig an der Hochschule Coburg.
Anfang Oktober hat sich die Coburger FDP festgelegt: Sie gehen mit dem Arzt und Stadtrat Michael Zimmermann als OB-Kandidat ins Rennen.
Ebenfalls einen OB-Kandidaten stellen die Christlich-Sozialen Bürger (CSB), die jetzt dem Landesverband der Freien Wähler angehören und sich FW-CSB nennen. Nominiert wurde Christian Gunsenheimer, der sich für einen Wechsel von der Landkreis- in die Stadtpolitik entschieden hat.
Beflügelt von ihrem starken Coburger Ergebnis bei der Bundestagswahl wird die Partei „Die Linke“ auch bei der Kommunalwahl Flagge zeigen. Als Oberbürgermeisterkandidat wurde Joachim Hoppe nominiert.
Auch die AfD hat sich bereits festgelegt: Stadtrat Michael Gebhardt ist OB-Kandidat. Ende Dezember nominierte auch die ÖDP einen OB-Kandidaten: Erich Wohnig.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht stellt keinen OB-Kandidaten auf.
Oberbürgermeisterwahl 2026 in Coburg: Voraussichtliches Kandidatenfeld (Stand: Dezember 2025)
- Dominik Sauerteig (SPD)
- Hans-Herbert Hartan (CSU)
- Wolfram Haupt (Grüne)
- Jürgen Heeb (Pro Coburg)
- Michael Zimmermann(FDP)
- Christian Gunsenheimer (Freie Wähler-CSB)
- Michael Gebhardt (AfD)
- Joachim Hoppe (Die Linke)
- Erich Wohnig (ÖDP)
Welche Listen wird es bei der Stadtratswahl geben?
Bei der Kommunalwahl 2020 traten elf verschiedene Parteien und Gruppierungen zur Stadtratswahl in Coburg an. 2026 könnten es sogar zwölf werden – und das, obwohl die „Coburger Liste“ wohl gar nicht mehr dabei sein wird.
Stadtratswahl 2026 in Coburg: Ein Blick auf die möglichen zwölf Listen
1. SPD: Die stärkste Kraft
Die SPD hatte bei der Kommunalwahl im März 2020 die meisten Stimmen geholt. 23,4 Prozent der Stimmen bedeuteten neun Sitze im neuen Coburger Stadtrat. Was die Größe der Fraktion betrifft, wurde man allerdings bald von CSU/JC überholt.
Das zweitbeste Einzelergebnis - gleich hinter dem (erfolgreichen) OB-Kandidaten Dominik Sauerteig - hatte damals Thomas Nowak geholt. Er wurde daraufhin auch erneut zum Dritten Bürgermeister, zuständig für das Sozialreferat gewählt. Im März 2022 verstarb Thomas Nowak. Zum neuen Dritten Bürgermeister wurde daraufhin Can Aydin gewählt.
Einen fulminanten Sprung von Listenplatz 39 nach vorne bis auf Platz 3 schaffte Alt-OB Norbert Tessmer. Bei der Kommunalwahl im März 2026 könnte Tessmer das sogar noch toppen. Denn: Er wird auf dem 40. und damit letzten Listenplatz antreten.
Ein weiterer Blick auf die im September beschlossene SPD-Liste zeigt: Zwar treten bis auf Bettina Lesch-Lasaridis alle amtierenden Stadtratsmitglieder wieder an. Es finden sich aber auch viele Neu- und Quereinsteiger auf der Liste.
2. CSU: Wechsel im Rathaus ist das Ziel
Der Coburger CSU steht ein Umbruch bevor. Von den acht Personen, die bei der Kommunalwahl 2020 den Einzug über die CSU-Liste in den Stadtrat schafften, treten nur noch drei auch bei der Kommunalwahl 2026 an: Hans-Herbert Hartan, Roland Eibl und Barbara Kammerscheid.
Ebenfalls auf der CSU-Liste kandidieren diesmal Kurt Knoch und Maximilian Forkel. Beide gehören seit 2014 dem Stadtrat an, gewählt wurden sie aber jeweils über die eigenständige Liste „Junge Coburger“ (JC). Nach der Wahl wurde eine gemeinsame CSU/JC-Fraktion gebildet.
Mitte September wurde die Stadtratsliste der CSU nominiert. Angeführt wird sie vom OB-Kandidaten Hans-Herbert Hartan. Auf Platz 2 steht mit Anna-Carina Heß ein neues Gesicht. Es folgen Kurt Knoch auf 3, Barbara Kammerscheid auf 4, Winnie Hannusch auf 5, Roland Eibl auf 6 sowie Maximilian Forkel auf 7.
Kurt Knoch kämpferisch
Grundsätzlich hat Kurt Knoch das ehrgeizige Ziel ausgegeben, 2026 einen Wechsel im Coburger Rathaus zu schaffen.
3. Grüne: Die einzige Frau in der Fraktion hat die Partei verlassen
Die Grünen waren bei der Kommunalwahl 2020 mit 15,4 Prozent auf Platz 3 gelandet. Das bedeutete: sechs Sitze im Coburger Stadtrat.
Ina Sinterhauf, die auch als OB-Kandidatin angetreten war, hat ihr Mandat aber niedergelegt. Nachgerückt ist für sie Kevin Klüglein. Außerdem gehören zur Grünen-Fraktion: Wolfram Haupt (Vorsitzender), Wolfgang Weiß, Florian von Deimling, Michael Dorant und Melanie Becker.
Melanie Becker ist aber Anfang 2025 aus der Partei ausgetreten. In der Fraktion will sie bis zum Ende der Legislaturperiode bleiben. Nach der Kommunalwahl 2026 wird sie sich aus der Kommunalpolitik zurückziehen.
Im November haben die Grünen ihre Liste für die Stadtratswahl beschlossen. Sie wird angeführt vo Petra Wöhner. OB-Kandidat Wolfram Haupt folgt auf Platz 2.
4. Pro Coburg: Apfel diesmal nur auf Listenplatz 3
Bei der Wählergemeinschaft Pro Coburg (WPC) handelt es sich um eine Art Nachfolgegruppierung der Freien Wähler (FW). Denn aus Protest gegen den bundesweiten Expansionskurs von FW-Chef Hubert Aiwanger waren Coburgs Freie Wähler 2012 aus dem FW-Landesverband ausgetreten. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung in Pro Coburg.
Bei der Kommunalwahl 2020 holte Pro Coburg fünf Sitze im Coburger Stadtrat. Mittlerweile ist die Fraktion auf sieben Mitglieder angewachsen, denn Antoinetta Bafas und Andreas Engel (beide ursprünglich CSU/JC-Fraktion) sind zu Pro Coburg gewechselt.
Die Liste zur Kommunalwahl 2026 wird Jürgen Heeb angeführt, der auch als OB-Kandidat nominiert wurde. Thomas Apfel steht diesmal nur auf Platz 3. Ebenfalls in den "Top 10" treten an: Antoinetta bafas und Andreas Engel.
Ende September konnte Pro Coburg einen echten Coup vermelden: Antoinetta Bafas und Andreas Engel (beide ehemals CSU/JC-Fraktion) haben sich der Wählergemeinschaft angeschlossen.
5. Freie Wähler-CSB: Neues Projekt mit vielen alten Bekannten
Seit 2007 gibt es in Coburg die Christlich-Sozialen Bürger (CSB). Damals hatten sich mehrere CSU-Mitglieder im Streit um das „neue Innenstadtkonzept“ von ihrer Partei abgespalten.
2025 sind die CSB dem Landesverband der Freien Wähler (FW) beigetreten und firmieren jetzt als FW-CSB.
Seit 2012 hatte es in Coburg keine Freie Wähler mehr gegeben. Denn aus Protest gegen den bundesweiten Expansionskurs von FW-Chef Hubert Aiwanger war damals der bisherige Kreisverband aus dem FW-Landesverband ausgetreten. Zugleich erfolgte die Umbenennung in Pro Coburg.
Dieser weiße Fleck auf der FW-Landkarte konnte jetzt mit Hilfe der CSB beseitigt werden. Der FW-Bundes- und Landesvorsitzende Hubert Aiwanger dürfte sich darüber zwar einerseits freuen. Andererseits: Zu den größten Aiwanger-Fans gehören auch die neuen Freien Wähler in Coburg nicht.
Beim Projekt „FW-CSB“ mit dabei ist auch René Boldt, der erst im Mai die CSU und wenig später auch die CSU/JC-Fraktion im Coburger Stadtrat verlassen hatte.
Im Dezember nominierten die FW-CSB ihre Stadtratsliste. Dort taucht außer René Boldt und Christian Müller auch der ehemalige Chef der Coburgr Volkshochschule, Rainer Maier, auf.
6. Junge Union: Hauptsache Jung!
2008 war erstmals eine Liste namens „Junge Coburger“ (JC) zur Stadtratswahl angetreten. Bei einem Großteil der Kandidierenden handelte es sich um Mitglieder der CSU-Nachwuchsorganisation „Junge Union“ (JU). Böse Zungen sprachen deshalb von einer „Tarnliste“, doch es war alles legal.
Mit René Boldt hatten die JC ab 2008 auch einen Stadtrat. Bei der Wahl 2014 schafften es sogar zwei JC-Kandidaten in den Stadtrat: Kurt Knoch und Maximilian Forkel.
Zerwürfnis im Wahlkampf
Theoretisch konnten sie bei der Wahl 2020 diesen Erfolg sogar noch toppen. Denn außer Kurt Knoch und Maximilian Forkel kam auch Alper Hasirci über die JC-Liste in den Stadtrat. Doch bereits im Wahlkampf hatte es ein Zerwürfnis gegeben. Alper Hasirci verließ daraufhin die Jungen Coburger und gehört seitdem als Fraktionsloser dem Stadtrat an.
Bei der Kommunalwahl 2026 werden Kurt Knoch und Maximilian Forkel auf der CSU-Liste antreten. Es wird aber erneut eine Liste geben, auf der überwiegend JU-Mitglieder kandidieren. Aufgrund einer Änderung der Wahlrichtlinien in Bayern ist es nunmehr möglich, auch ganz offiziell als Liste „Junge Union“ anzutreten. Genau dies wird auch gemacht.
Nick Bätz ist Spitzenkandidat
Im Dezember wurde eine 40-köpfige JU-Liste nominiert. Nick Bätz steht als Spitzenkandidat auf Listenplatz 1.
7. FDP: Das „Urgestein“ tritt noch einmal an
Bei der Coburger FDP galt lange Zeit folgende Faustformel: Viele Menschen kandidieren für den Stadtrat - und am Ende gewinnt Hans-Heinrich Eidt.
Doch bei der Kommunalwahl 2020 war es etwas anders: Michael Zimmermann, der auch OB-Kandidat war, startete auf Listenplatz 1 und landete auch auf Listenplatz 1.
Ebenfalls den Einzug in den Stadtrat schaffte: Hans-Heinrich Eidt!
Anfang Oktober wurde die Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt - und Hans-Heinrich Eidt ist wieder dabei! Für den inzwischen 82-Jährigen wäre es die neunte Amtszeit. 1978 war er erstmals in den Coburger Stadtrat gewählt worden.
8. Die Linke: Partei hat sich komplett neu formiert
2014 schaffte erstmals ein Vertreter der Partei „Die Linke“ den Einzug in den Coburger Stadtrat: René Hähnlein. 2020 gelang ihm die Wiederwahl, und auch ansonsten war er über viele Jahre hinweg das Gesicht der Partei in Coburg. Doch 2024 schloss sich Hähnlein dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an. Wer allerdings glaubte, die Linken würden dadurch in Coburg von der Bildfläche verschwinden, der irrte.
Inzwischen hat sich die Partei komplett neu formiert. Als Vorstandsvorsitzende fungieren aktuell zwei Studierende: Nina Kadlubski und Joachim Hoppe. – Joachim Hoppe ist auch bereits als Oberbürgermeisterkandidat nominiert worden. Als Spitzenkandidatin war zunächst Olivia Wyglenda vorgesehen. Bei der Nominierungsversammlung tauchte ihr Name dann aber nicht auf der Liste auf.
Was den Stadtrat betrifft, sind drei Sitze das erklärte Ziel - das wäre Fraktionsstärke. Die entsprechende Liste ist im November aufgestellt und beschlossen worden.
9. BSW: Schafft Hähnlein den Hattrick?
Zweimal bereits wurde René Hähnlein in den Coburger Stadtrat gewählt: 2014 und 2020. Es ist davon auszugehen, dass er es 2026 ein drittes Mal und somit den „Hattrick“ schaffen möchte. Allerdings hat Hähnlein sein Parteibuch gewechselt. Seit 2024 ist er nicht mehr bei den Linken, sondern beim Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
Auf der BSW-Liste für die Stadtratswahl 2026 steht neben Hähnlein noch ein weiterer amtierender Stadtrat: Alper Hasirci.
10. ÖDP: Wolf führt das Rudel an
Lange Zeit war Klaus Klumpers das „Gesicht“ der ÖDP in Coburg. 2008 hatte er erstmals den Einzug in den Stadtrat geschafft. 2014 und 2020 gelang ihm die Wiederwahl.
Doch im März 2022 war Schluss. Der damals 77-Jährige legte sein Mandat nieder.
Als Nachrücker kam der Biolandwirt Tristan Wolf in den Stadtrat. Er führt auch die Stadtratsliste bei der Kommunalwahl 2026 an. Als OB-Kandidat der ÖDP tritt Erich Wohnig an.
11. AfD: Wie der Elfte plötzlich Stadtrat wurde
Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) hatte bei der Kommunalwahl im März 2020 erstmals einen Sitz im Coburger Stadtrat gewonnen. Dieser Platz ging an Axel Wehrmeister. Der ehemalige Arzt hatte zwar nur auf Listenplatz 6 kandidiert, war aber auf Platz 1 vorgewählt worden.
Ende 2020 legt Axel Wehrmeister sein Stadtratsmandat aus gesundheitlichen Gründen nieder, und Annett Dingethal rückte für ihn nach.
Ende 2024 gab Annett Dingethal ihren Rückzug bekannt. Grund war ihr Wegzug aus Coburg.
Doch jetzt wurde es erst so richtig kompliziert: Nächster Nachrücker auf der AfD-Liste wäre eigentlich der AfD-Landtagsabgeordnete Martin Böhm gewesen. Doch Böhm ist zugleich der Lebensgefährte von Annett Dingethal. Sprich: Als ebenfalls bald nicht mehr in Coburg Wohnender konnte er ebenfalls nicht nachrücken.
Deshalb rückten weitere Personen ins Blickfeld, die bei der Kommunalwahl ebenfalls auf der AfD-Liste standen. Problem: Zwei von ihnen waren längst aus Coburg weggezogen, und fünf weitere lehnten ein Nachrücken aus persönlichen Gründen ab.
Somit war der Weg plötzlich frei für Michael Gebhardt, der bei der Kommunalwahl lediglich auf Platz 11 der AfD-Liste gelandet war.
Seine erste Stadtratssitzung absolvierte er im Februar 2025 und somit kurz vor der Bundestagswahl, bei der er als Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Coburg/Kronach antrat.
Im Juli 2025 wurde Michael Gebhardt zum OB-Kandidaten für die Wahl am 8. März 2029 nominiert. Außerdem stellte die AfD - als erste Gruppierung überhaupt - ihre Stadtratsliste auf.
12. Volt: Keine eigene Liste
Volt Coburg gab am 21. November bekannt, nicht mit einer eigenen Liste anzutreten. "Als junges City-Team kommt die Kommunalwahl für uns ein Jahr zu früh, um unsere Strukturen nachhaltig aufzubauen und unsere Vision einer modernen, europäischen Politik auch auf kommunaler Ebene zu verankern“, sagt Florian Leßmann vom Volt City Team Coburg und Region.
Volt in Deutschland ist ein Ableger der 2017 gegründeten europaweiten Bewegung Volt. Die Partei gilt als sozialliberal, progressiv und europäisch-föderalistisch. In Coburg will sich Volt nun etablieren, damit bei der übernächsten Wahl dann ein Antreten mit einer eigenen Liste möglich sei.
Auch Stadtrat Matthias Schmidt, der im Februar zu Volt gewechselt ist, im Stadtrat aber noch für die Fraktion von Pro Coburg sitzt, tritt nicht mehr an. Politisch aktiv möchte er aber bleiben, das sei eine bewusste, persönliche Entscheidung. „Die Gremienarbeit im Stadtrat ist sehr intensiv, ich habe das sehr gerne gemacht und habe vor jedem, der dieses Ehrenamt ausübt, größten Respekt.“ Jetzt aber wolle er sich unter anderem darauf konzentrieren, Volt als politische Kraft in Coburg zu etablieren. „Man muss sich manchmal entscheiden. Man hat auch einen Job und eine Familie – man kann manchmal nicht auf allen Hochzeiten tanzen.“
Er sei aber aus Überzeugung Mitglied bei Volt und werde deshalb am langfristigen Aufbau mitarbeiten.
13. Coburger Liste: Leiser Abschied
Die „Coburger Liste“ (CL) hatte sich im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 gebildet. Sie wurde angeführt von Martina Benzel-Weyh und ihrem Ehemann Wolfgang Benzel, die beide früher bei den Grünen waren.
Martina Benzel-Weyh schaffte auch tatsächlich den Sprung in den Stadtrat. Doch im November 2020 legte sie ihr Mandat nieder, und Wolfgang Benzel rückte für sie nach. Im November 2023 hörte aber auch Wolfgang Benzel auf. Grund war ein Umzug der Benzel/Benzel-Weyhs in den Landkreis.
Seitdem sitzt Steffi Raab für CL im Stadtrat. Doch das Projekt „Coburger Liste“ ist Geschichte. Möglich aber, dass Steffi Raab bei der Kommunalwahl im März 2026 auf einer anderen Liste auftaucht – eine große Auswahl ist ja vorhanden!
Wann ist die Kommunalwahl 2026?
Die nächste Kommunalwahl in Bayern findet am Sonntag, 8. März 2026, statt.






































