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Kommunalwahl 2026
Neues politisches Bündnis in Coburg
Ehrgeizige Ziele mit Freie Wähler-CSB Coburg (von links): Fraktionsvorsitzender Christian Müller, designierter OB-Kandidat Christian Gunsenheimer, Neu-Mitglied Rene Boldt und Vorsitzender Hans-Heinrich Ulmann.
Ehrgeizige Ziele mit Freie Wähler-CSB Coburg (von links): Fraktionsvorsitzender Christian Müller, designierter OB-Kandidat Christian Gunsenheimer, Neu-Mitglied René Boldt und Vorsitzender Hans-Heinrich Ulmann. // Foto: Oliver Schmidt
Coburg – Jetzt ist es offiziell: Christian Müller (ehemals CSU, dann CSB) und René Boldt (ehemals CSU) machen politisch künftig gemeinsame Sache. Für die OB-Kandidatur steht aber jemand anderes bereit.

Seit Wochen pfiffen es in Coburg die Spatzen vom Dach und speziell auch von so mancher Gleditschie am Albertsplatz – seit diesem Freitag ist es nun auch offiziell bestätigt: Christian Müller (ehemals CSU, dann CSB) und René Boldt (ehemals CSU, zuletzt fraktionslos) machen politisch künftig gemeinsame Sache. Zugleich feiern die Freien Wähler, die es seit 2012 nicht mehr in Coburg gab, ein Comeback.

Mitglieder stimmen Satzungsänderung zu

Folgende Vorgehensweise wurde für den politischen Coup gewählt: Die Wählergruppe Christlich-Soziale Bürger Coburg (CSB), die sich 2007 von der Coburger CSU abgespalten hatte, ist dem bayerischen Landesverband der Freien Wähler (FW) beigetreten. Bei einer Mitgliederversammlung am Donnerstag (17. Juli) wurde dieser Schritt abgesegnet und die CSB-Satzung entsprechend angepasst. Der neue Name der Gruppierung lautet ab sofort: Freie Wähler-CSB.

Boldt tritt der Fraktion bei

Auch die Stadtratsfraktion trägt ab sofort diesen Namen. René Boldt, der im Mai die CSU und wenig später auch die CSU/JC-Fraktion verlassen hatte, ist dieser FW-CSB-Fraktion beigetreten. Die FW-CSB-Fraktion besteht damit jetzt aus vier Personen: Christian Müller, Gerhard Amend, Frank Völker und René Boldt.

Am Freitag (18. Juli) stellte sich die runderneuerte Gruppierung bei einem Pressegespräch vor. Dabei wurde auch ein Ausblick auf die Kommunalwahl im März 2026 gegeben. So hat der Vorstand von Freie Wähler-CSB vorgeschlagen, dass Christian Gunsenheimer als Oberbürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt werden soll. Die offizielle Nominierung ist für den Herbst geplant.

Ehemaliger Bürgermeister von Weitramsdorf

Christian Gunsenheimer war bislang vor allem im Landkreis Coburg politisch aktiv. Von 2002 bis 2014 war er Bürgermeister von Weitramsdorf. Aktuell ist er stellvertretender Landrat und noch dazu Kreisvorsitzender der Freien Wähler. Über diese letztgenannte Funktion kam auch der Kontakt zu Christian Müller und René Boldt zustande, als diese über ein neues politisches Bündnis beziehungsweise eine Runderneuerung der CSB nachdachten.

CSU, CSB, FW und Pro Coburg – eine Chronologie der Ereignisse

  • 2007: In der Coburger CSU gibt es Streit um die Positionierung zum neuen Innenstadtkonzept. Mehrere Parteimitglieder, darunter der damalige Kreisvorsitzende Christian Müller, verlassen die CSU und bilden die Christlich-Sozialen Bürger (CSB)
  • 2008: Die CSB schaffen bei der Kommunalwahl den Einzug in den Coburger Stadtrat
  • 2012:  Aus Protest gegen die bundesweiten Expansionspläne von Hubert Aiwanger treten die Freien Wähler Coburg aus dem FW-Landesverband aus und nennen sich fortan „Pro Coburg“
  • 2014 und 2020: Bei den Kommunalwahlen schafft sowohl „Pro Coburg“ als auch CSB den Einzug in den Stadtrat
  • 2025: Die CSB treten dem FW-Landesverband bei und nennen sich fortan FW-CSB. Zur Kommunalwahl im März 2026 wollen sie sogar mit einem eigenen OB-Kandidaten antreten

 

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