Beim Thema Weihnachtsmarkt ging es am Montag im Betriebssenat von „Coburg Marketing“ hoch her. Und das völlig überraschend. Denn eigentlich stand ja lediglich eine kleine Änderung der Richtlinien auf der Tagesordnung. Doch plötzlich wurde auch noch über eine mögliche Verlängerung des Budenzaubers bis zum 30. Dezember diskutiert. Die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings: Sind die einzelnen Händler überhaupt interessiert an einem längeren Weihnachtsmarkt?
SPD-Stadträtin beantragt das Gendern
Oh je, und in genau dieser Frage steckt auch schon das nächste Problem. Korrekt müsste es natürlich heißen: Sind die Händlerinnen und Händler daran interessiert? Oder: Sind die einzelnen Händler*innen daran interessiert? Ja, SPD-Stadträtin Bettina Lesch-Lasaridis hatte beantragt, die Richtlinien für den Weihnachtsmarkt zu gendern – wenn diese ja ohnehin an ein paar Stellen geändert werden.
CSU-Männer sind gegen das Gendern
Als abgestimmt wurde, gab es eine 7:2-Mehrheit für das Gendern. Die Gegenstimmen kamen von den CSU-Männern René Boldt und Hans-Herbert Hartan. Vor allem Hartan, der als Zweiter Bürgermeister auch die Sitzung leitete, ärgerte sich maßlos. „Man kann auch der Meinung sein, dass es Wichtigeres gibt“, sagte er und fügte noch kraftvoll hinzu: „Dieses Gender-Gedöns!“
Der Architekt und die gegenderten Pläne
Auch, als bereits der nächste Tagesordnungspunkt aufgerufen wurde, hatte sich Hartan noch nicht beruhigt. Ein Architekt sollte die Pläne für den Umbau der Tourist-Info vorstellen und wurde von Hartan mit den Worten begrüßt: „Ich hoffe, Ihre Entwürfe sind gegendert.“
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