Heiligabend
Oh Tannenbaum: So schön sind die Leser-Bäume
Beim sechsjährigen Henry steht der Baum bereits seit dem 3. Advent.
Beim sechsjährigen Henry steht der Baum bereits seit dem 3. Advent.
Stephan Großmann
Alles Marke Eigenbau ist die Krippe von Kilian Schechtel aus Reuth. Wasserrad, Springbrunnen, Spinnerin – ganz viel ist hier in Bewegung.
Gleich beim Eingang begrüßt den Besucher der Willersdorfer Kirche die Weihnachtskrippe.
Marc Wayne Schechtel
Alles Marke Eigenbau ist die Krippe von Kilian Schechtel aus Reuth. Wasserrad, Springbrunnen, Spinnerin – ganz viel ist hier in Bewegung.
Alles Marke Eigenbau ist die Krippe von Kilian Schechtel aus Reuth. Wasserrad, Springbrunnen, Spinnerin – ganz viel ist hier in Bewegung.
Marc Wayne Schechtel
Melanie Pfeufer aus Forchheim hat ihre Krippe selbst gebaut. „Das war mein Traum.“
Melanie Pfeufer aus Forchheim hat ihre Krippe selbst gebaut. „Das war mein Traum.“
Melanie Pfeufer
Ort der Stille und der Vergebung: Wunderbares Licht in der St. Martinskirche in Forchheim.
Ort der Stille und der Vergebung: Wunderbares Licht in der St. Martinskirche in Forchheim.
Sonja Schrüfer
„Auch wenn mein Mann und ich gerade beide unseren Job verloren haben, den Baum lasse ich mir nicht nehmen. Er soll auch etwas Hoffnung ausstrahlen“, sagt Jennifer Köckert.
„Auch wenn mein Mann und ich gerade beide unseren Job verloren haben, den Baum lasse ich mir nicht nehmen. Er soll auch etwas Hoffnung ausstrahlen“, sagt Jennifer Köckert.
Jennifer Köckert
Shaki Mikuta ist stolz auf ihren diesjährigen Christbaum.
Shaki Mikuta ist stolz auf ihren diesjährigen Christbaum.
Familie Mikuta
Lutz Herkner von Lutz Herkner Fränkischer Tag
Forchheim – Der Christbaum hat jedes Jahr aufs Neue eine besondere Faszination. Wann er aufgestellt wird und wer ihn schmückt, darüber scheiden sich die Geister. Auch bei der FT-Redaktion.

Heute versammeln wir alle uns um den Baum. Seit wann der steht und wie er geschmückt wird, das macht allerdings jeder anders. Das zeigt sich auch bei Redaktionsleiter Lutz Herkner und Social Media-Redakteurin Sabine Memmel.

Sabine Memmel: Ich weiß es noch genau. Als Kind fieberte ich den ganzen Advent auf diesen einen Tag hin. Den Tag vor Weihnachten. Denn dann erst wurde der Christbaum im Wohnzimmer aufgestellt und dann erst durften mein Bruder und ich ihn gemeinsam mit meiner Mama schmücken. Die Kisten voller Christbaumschmuck, die auf dem Dachboden lagerten, waren etwas Heiliges.

Kindheits-Erinnerungen

Ich kann mich noch an so viele Figuren erinnern. Goldene Engel, glitzernde Kugeln, selbstgenähte Sterne. Mit meinem Kindern mache ich es heute ganz genauso: Am Abend vor Heiligabend wird aufgestellt und geschmückt. Und auch für sie ist es der Höhepunkt überhaupt. Doch um ganz ehrlich zu sein:

Der Mann ist dagegen

Eigentlich würde ich mit dieser Tradition gerne mal brechen und den Baum schon zum 1. Advent stehen haben. Einer ist allerdings dagegen: der Mann. Wen wundert’s. Bei ihm war die Sache mit dem Christbaum noch geheimnisvoller: Er bekam ihn erst am 24. zu sehen – geschmückt vom Christkind höchstpersönlich.

Lutz Herkner: Als Kind gab es an Weihnachten ein festes Ritual: Heiligabend wurde bei meinen Großeltern gefeiert. Den Baum zu schmücken, war Chefsache. Am Nachmittag schloss Opa sich im Wohnzimmer ein, um die Tanne zu präparieren. Der Rest der Familie musste erst den Kartoffelsalat vorbereiten, den es zu den obligatorischen Würstchen stets gab, anschließend spazieren gehen.

Warten auf das Glöckchen

Die Zeit schien stillzustehen, ich konnte kaum erwarten, dass es endlich Abend wurde. Punkt 18 Uhr, und da war Opa auf die Sekunde pünktlich, öffnete sich die Tür, ein Glöckchen ertönte, gefolgt vom Ruf: „Kinder kommt rein, der Baum brennt!“ Ich schwöre, er verwendet exakt diesen Wortlaut. Zu dieser Zeit gab es noch keine elektrische Christbaumbeleuchtung.

Aus sicherer Entfernung

Da brannten echte Kerzen auf dem Baum. Weshalb wir Kinder die Pracht auch nur aus gebührender Entfernung bewundern durften: Eine unbedachte Bewegung – und Baum, Vorhänge, ja vermutlich die gesamte Wohnung wäre abgebrannt.

 

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