Neben vielen Baustellen trüben einige leere Schaufenster die Ansicht der Forchheimer Innenstadt. Immer wieder kommen Hiobsbotschaften hinzu, wie jüngst das angekündigte Aus der Stadt-Apotheke.
Manche der Objekte stehen schon seit Längerem leer, neue Mieter für die Immobilien scheinen trotz bester City-Lage kaum zu finden zu sein.
Citymanagement plant schon länger ein Angebot
Schon länger plant die Stadt Forchheim, das Problem der Leerstände über ihr aktuell nur notbesetztes Citymanagement in den Griff zu bekommen. Für dieses hehre Vorhaben könnte nun ein kleiner Meilenstein erreicht sein.
Seit März ist die sogenannte „Leerstandsbörse Gewerbeimmobilien Forchheim“ online.
Das Ziel des Angebots solle laut Stadtsprecherin Britta Kurth sein: „Mit dem Portal unterstützt die Stadt Forchheim Wiedervermietungs- oder Zwischennutzungsbemühungen, um Immobilien und deren Umfeld attraktiv zu halten“.
Leerstandsbörse bildet nicht alle Leerstände in Forchheim ab
Laut Kurth führe die Leerstandsbörse ausschließlich Objekte in der Innenstadt: von einem kleinen Büro im ehemaligen Finanzamt in der Nürnberger Straße über diverse Ladenflächen in der Fußgängerzone bis hin zu einem „attraktiven Ladenlokal in der Forchheim Innenstadt über zwei Etagen“.
Am 3. März, 17 Uhr, waren zehn Inserate auf der Plattform einsehbar.
Vermieter haben keine Pflicht, sich in Leerstandsbörse zu listen
Tatsächlich gibt es aber mehr Leerstände als die dort aufgeführten. Britta Kurth: „Es sind nur die Leerstände dort gelistet, für die die Stadt eine aktive Anfrage durch die Vermieter auf Unterstützung bei der Suche von Nachmietern bekommen hat.
Aktuell sind acht verschiedene Vermieter gelistet, zum Teil mit mehreren Objekten“. Dafür gebe es aber keine Verpflichtung. Und schon vor dieser Börse hätten laut Kurth nicht alle Eigentümer Interesse daran gehabt, leerstehende Objekte an das städtische Citymanagement zu melden.
OB Uwe Kirschstein: Weiter keine Spielhalle in Innenstadt
„Für die Stadt Forchheim ist es von großer Bedeutung, dass der Innenstadtbereich mit vielen abwechslungsreichen Branchen durchmischt wird. Die Vermeidung von Leerständen folgt daher auch der inhaltlichen Nutzung“, teilt Oberbürgermeister Uwe Kirschstein auf FT-Anfrage mit.
Grenzt aber ein: „Bestimmte Nutzungsformen wie zum Beispiel Spielhallen müssen auch weiterhin unbedingt im Innenstadtbereich verhindert werden. Dem Diktat der Leerstandsvermeidung um jeden Preis sind Grenzen zu setzen.“
So funktioniert die Leerstandsbörse der Stadt Forchheim
Unter dem Punkt „Forchheim entdecken“ präsentiert das Citymanagement die Börse auf der Homepage der Stadt. Neben der Adresse finden sich auch Fotos und Details zu der Immobilie sowie die Kontakte zu den Anbietern.
Die Aufnahme in die Liste ist kostenfrei, Interessierte können sich per E-Mail an citymanagement@forchheim.de wenden.
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