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Insolvenz
„Goldjunge“ schließt Filiale in Höchstadt
Die „Goldjunge“-Filiale im Höchstadter Aischparkcenter hat den Betrieb inzwischen eingestellt.
Die „Goldjunge“-Filiale im Höchstadter Aischparkcenter hat den Betrieb inzwischen eingestellt. // Andreas Dorsch (Archiv)
Höchstadt a. d. Aisch – Die Bäckereikette aus Langenzenn macht 16 von 26 Filialen dicht. Davon betroffen ist unter anderem der Shop im Aischparkcenter in Höchstadt.

Im August herrschte noch Hoffnung. Doch nun ist die Zeit des Wartens vorbei: Am 1. November 2022 hat das zuständige Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren für die Bäckerei Goldjunge eröffnet. Das berichtet Christoph Möller von der vom Insolvenzverwalter Volker Böhm beauftragten Presseagentur.

Zehn Filialen bleiben erhalten

Immerhin sei es trotz der „überaus dramatischen Branchensituation“ gelungen, für zehn der insgesamt 26 Filialen eine Investorenlösung zu finden, sagt Möller. Für die restlichen 16 sieht die Lage nicht so rosig aus, darunter auch für die Filiale im Aischparkcenter in Höchstadt. Hier wurde der Geschäftsbetrieb stillgelegt.

Mit dem Stichtag der Insolvenzeröffnung hat Insolvenzverwalter Volker Böhm die zehn Filialen, in denen es weitergeht, an neue Betreiber übertragen. Es handelt sich um die Standorte in Fürth Heilstätte, Langenzenn-Marktplatz, Fürth Unterfürberg, Wilhelmsdorf Rewe, Norma Neustadt Aisch, Diespeck Rathaus, Diespeck Netto, Scheinfeld Netto, Nürnberg Zollhausstrasse und Marktkauf Nürnberg. Die dort beschäftigten insgesamt 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden übernommen und behalten ihren Arbeitsplatz, heißt es in der Pressemitteilung.

Jetzt wird nach Investoren gesucht

Für die übrigen 16 Standorte läuft die Investorensuche weiter. Allerdings musste dort der Geschäftsbetrieb stillgelegt werden. Hintergrund ist laut Pressesprecher, dass mit der Insolvenzeröffnung auch der Insolvenzgeldzeitraum endete. Das hätte bedeutet, dass „Goldjunge“ die Löhne und Gehälter wieder aus eigener Kraft zahlen müsste. Möller: „Dazu ist das Unternehmen jedoch aufgrund der äußerst schlechten Ertragssituation nicht in der Lage“.

Zur Stilllegung gezwungen

Da das Insolvenzrecht die Fortführung eines insolventen Unternehmens nur erlaubt, wenn dadurch keine Verluste zulasten der Gläubiger entstehen, sei der Insolvenzverwalter gezwungen gewesen, diese Filialen stillzulegen. In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Die dort beschäftigten rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereits informiert und erhalten nun ihre Kündigungen“.

16 Filialen sind von der Schließung betroffen

Von der Schließung betroffen sind folgende 16 Filialen: Ammerndorf, Fürth/Burgfarrnbach, Fürth/Hardhöhe, Fürth/Herrnstraße, Fürth/Ronhof, Fürth/Stadeln, Nürnberg/Zabo, Nürnberg/Einsteinring, Nürnberg/Katzwang, Nürnberg/Obere Kanalstraße, Nürnberg/Willstraße, Langenzenn/Friedrich-Ebert-Straße, Aischparkcenter Höchstadt/Aisch, Schwabach/Eichwasen, Schwabach/Wolkersdorf, Zirndorf-Weiherhof.

Um den betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeitern die Suche nach einer Anschlussbeschäftigung zu erleichtern, haben Insolvenzverwalter und Geschäftsführung eine Jobbörse gestartet, bei denen sich Mitarbeiter und ihre potenziellen neuen Arbeitgeber kennenlernen können.

Zunächst keine Schließungen

Noch im August war mitgeteilt worden, dass alle Filialen und Cafés der Kette zunächst geöffnet blieben, also auch die im Höchstadter Aischparkcenter. Ziel von Insolvenzverwalter Volker Böhm war der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. In einem ersten Schritt waren damals die rund 300 Mitarbeiter informiert worden. Deren Gehälter waren durch das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

 

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