Es gibt Redewendungen, die plötzlich eine völlig neue Bedeutung bekommen können. Oder, auch kurios: Sie werden sozusagen doppeldeutig. Nehmen wir als Beispiel mal den spöttischen Spruch: „Na, Du hast wohl etwas zu viel getankt!“ Verwendet wird der ja normalerweise immer dann, wenn eine Person kräftig Alkohol konsumiert hat. In Coburg gab es jetzt aber eine Situation, da hätte sich dieser Spruch auch anderweitig verwenden lassen.
Eine Polizeistreife staunte nämlich nicht schlecht, als sie in der Nacht zum Freitag zu einer Tankstelle in der Rodacher Straße kam. An einer Zapfsäule war ein Mann zugange, der tatsächlich zu viel getankt hatte. Das Benzin sprudelte nämlich aus dem Einfüllstutzen seines OB oben schon wieder heraus. Des Rätsels Lösung, warum der Mann zu viel getankt hatte, war natürlich klar: Er hatte auch schon vorher zu viel getankt...
Damals auf dem Flugplatz
Dieses Wortspiel erinnert so ein bisschen an einen Vorfall, der sich in grauer Vorzeit auf dem Coburger Flugplatz ereignet. Damals herrschte dichter Nebel, und der Tower verweigerte einem Firmenflieger die Starterlaubnis. Doch der mächtige Firmenchef wollte unbedingt, dass sein Pilot trotzdem startet. Der Pilot tat das dann auch, und als die ganze Sache später juristisch aufgearbeitet wurde, lautete ein beliebter Spruch: „Der Pilot ist geflogen, weil er ansonsten bestimmt geflogen wäre…“
Da fällt uns etwas ein: Der Pilot hätte sich mit einer Notlüge vor dem Start drücken können. Beispiel: „Ich habe nicht getankt.“ Oder, wahlweise: „Sorry, geht nicht, ich habe getankt.“
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