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Groß angelegter Einsatz
Landkreis Forchheim: Durchsuchungen wegen Kinderpornografie
Verdacht auf Kinderpornografie: Zehn Tatverdächtige hat die Kripo in dieser Woche in den Landkreisen Forchheim und Bamberg durchsucht.Forchheim & Fränkische Schweiz
Verdacht auf Kinderpornografie: Zehn Tatverdächtige hat die Kripo in dieser Woche in den Landkreisen Forchheim und Bamberg durchsucht. // Symbolfoto: Arne Dedert, dpa
Forchheim – Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben in Bamberg und Forchheim zehn Wohnungen durchsucht. Verdacht: Verbreitung von Kinderpornografie. Was bisher bekannt ist - und was noch nicht.

„Action Day gegen Kinderpornografie" überschreiben die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg ihre gemeinsame Erklärung in dieser Woche. Dahinter verbergen sich insgesamt zehn Durchsuchungen in den Landkreisen Forchheim und Bamberg am Dienstagmorgen. Die Tatverdächtigen müssen sich nun wegen des Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornografie verantworten.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage miteilt, hätten die Beamten unter anderem drei Wohnungen im Stadtgebiet von Forchheim sowie eine im Landkreis durchsucht. „Aus datenschutzrechtlichen Gründen können wir die genaue Ortschaft im Landkreis Forchheim leider nicht mitteilen“, schreibt der Sprecher.

Zehn Verdächtige in den Landkreisen Forchheim und Bamberg

Bei den insgesamt zehn Verdächtigen dort sowie im Landkreis Bamberg stellten die Polizisten mehr als 30 Speichermedien sicher und führten mehrere Vernehmungen durch. Auch hierzu könne er derzeit keine weiteren Angaben machen. Nur, dass es sich in erster Linie um Mobiltelefone, PCs, Laptops und ähnliches gehandelt habe.

Spärlich bleiben aktuell auch die Informationen zum aktuellen Stand der Ermittlungen. „Die Ermittlungen dauerten an und werden auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Auswertung der genannten Speichermedien zu erfolgen hat.“ Strafbefehle oder Anklagen habe es bisher jedenfalls noch nicht gegeben, solche würden von der Staatsanwaltschaft Bamberg erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen in den jeweiligen Verfahren geprüft.

Aufgrund der stetig steigenden Zahlen von Kinderpornografie-Fällen steigen auch die Zahlen von anhängigen Strafverfahren bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittler haben es sich laut eigener Aussage daher zur Aufgabe gemacht, diesem Phänomen mit aller Konsequenz entgegenzutreten.

Amtsgericht Forchheim: Verfahren wegen Kinderpornografie steigen an

Diese Beobachtung lässt sich auch für den Landkreis Forchheim festhalten. So hat es alleine im vergangenen Jahr mehrere Verfahren vor dem Amtsgericht gegeben. Gegenüber unserer Redaktion bestätigte Amtsrichter Peter Neller im Sommer 2023. „Die Zahl der Verfahren mit Bezug zu kinderpornografischen Inhalten ist am Amtsgericht Forchheim deutlich höher als in den Vorjahren.“

Das heiße aber nicht zwingend, dass Forchheim als Hotspot für Kinderpornografie anzusehen sei, so Neller. Die Anzahl der Verfahren sei generell gestiegen und darauf zurückzuführen, dass die Aufklärung solcher Taten in den vergangenen Jahren deutlich effizienter geworden sei.

Hier finden Betroffene Rat und Unterstützung

Hilfe können sich Betroffene und deren Angehörige über zahlreiche Beratungsstellen holen.

Etwa bei der „Nummer gegen Kummer“ (kostenlos telefonisch erreichbar für Kinder und Jugendliche unter der Nummer 116 111, für Eltern unter 0800/1110550) sowie zum Beispiel beim „Hilfeportal sexueller Missbrauch“ im Netz und dem „Hilfetelefon sexueller Missbrauch“ unter 0800/2255530.

Zudem gibt es unter anderem die bundesweite Online-Beratungsplattform Juuuport. Ehrenamtlich aktive Jugendliche und junge Erwachsene, die Juuuport-Scouts, helfen Gleichaltrigen vertraulich bei Online-Problemen wie Cybermobbing, Mediensucht, sexueller Belästigung, Abzocke und Datenklau. Die Beratung ist kostenlos.

Auch die Polizei klärt auf einem eigenen Portal über das Thema Kinderpornografie (externer Link) auf.

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