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Jahresrückblick 2024
22 spannende Neuigkeiten aus der Coburger Innenstadt
Jahresrückblick Coburg
Jahresrückblick Coburg: Was war 2024 alles los in Handel und Gastro? // Montage: Franziska Schäfer
Coburg – Die Currywurst erobert Coburg, eine Parfümeriekette verkündet ihr Comeback, und im Biergarten-Streit wendet der neue Pächter einen raffinierten Trick an: So turbulent war 2024 für Gastro und Handel.

Freud und Leid lagen im vergangenen Jahr oft nur wenige Meter voneinander entfernt: In der Coburger Innenstadt durfte man sich über so manche Neueröffnung freuen, aber eben auch traurig sein angesichts der einen oder anderen Geschäftsaufgabe.

Wir haben hier die 22 vielleicht wichtigsten Veränderungen zusammengefasst.

Überblick:

1. Aachener schließt
2. Douglas kommt zurück
3. Künstler-Klause schließt
4. Curry 96 eröffnet
5. Hussel schließt
6. Telli's Goldankauf expandiert
7. Juwelier Gall schließt
8.  Schillers eröffnet neu
9. Amadeus schließt
10. Türkisches Café eröffnet
11. Hopfen & Malz eröffnet wieder

12. Ehemaliger Kräutergarten öffnet wieder
13. Boarding House eröffnet
14. Dormero investiert in die Traube
15. Depot bleibt in Coburg
16. Prince und Hilde schließen
17. Das Johann bekommt Nachwuchs
18. Neuer Trend: Automatenläden 
19. Abschied von Vertico und Gurgala
20. Oylnspiegel schließt
21. Neuer Club im Bahnhof
22. Josiasgarten statt Prinzengarten

1. Aachener schließt

Es war nur ein kurzes Gastspiel in Coburg: Im Dezember 2023 hatte das Modehaus Aachener im ehemaligen Kaufhof-Komplex eine Filiale eröffnet. Doch bereits damals befand sich das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten; im November 2023 war gar ein Antrag auf Insolvenz gestellt worden. Die Suche nach einem Retter blieb erfolglos, sodass im Juni 2024 das endgültige „Aus“ für Aachener verkündet wurde. Die Filiale in Coburg blieb noch bis zum 21. September 2024 geöffnet. Seitdem steht der markante Komplex an der Ecke Mohrenstraße/Hindenburgstraße (wieder) leer. 

Sehen Sie hier Fotos vom verwaisten Kaufhaus in Coburg:

Wie es mit dem Komplex weitergeht, ist unklar. Zumal Gespräche mit dem Eigentümer, bei dem es sich um einen Fonds handelt, nicht ganz einfach sich. Gedankenspielen, wonach die Stadt Coburg die Immobilie kaufen könnte, erteilt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) gleich aus mehreren Gründen eine Absage.

Viele Hintergründe dazu lesen Sie hier:

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2. Douglas kommt zurück

Vor genau 20 Jahren hatte„Douglas“ seine Filiale in der Spitalgasse  6 (heute „Apollo Optik“) geschlossen. Nun kehrt die Parfümeriekette zurück, und zwar ins Nachbargebäude Spitalgasse 4. Dort war zuletzt das Modegeschäft „Hallhuber“ angesiedelt. Vormieter von „Hallhuber“ war wiederum die Buchhandlungskette „Weltbild“.

Die Eröffnung der neuen Douglas-Filiale ist für März 2025 geplant.

Mehr über das Comeback von Douglas lesen Sie hier:

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3. Künstler-Klause schließt

Am Theaterplatz in Coburg geht bald eine Ära zu Ende: Tina und Fred Raab haben sich entschlossen, die „Künstler-Klause“ aufzugeben.

Fred Raab hatte die Künstler-Klause 1982 zusammen mit einem Freund übernommen. Doch dieser Freund stieg bereits nach kurzer Zeit wieder aus. Obwohl Fred Raab den Beruf des Kochs nie gelernt hat, sorgte er schon bald für einen enormen Aufschwung. Seiner großen Leidenschaft fürs Kochen und fürs Entdecken neuer Kreationen sei Dank. Dazu muss man wissen, dass es in der Künstler-Klause zu Beginn der 1980er Jahre noch eine eher einfache Küche gab. Doch im Laufe der Jahre hob Fred Raab das Niveau stetig an.

Heute zählt die „Künstler-Klause“ zu den führenden Restaurants in Coburg. Doch Mitte Januar 2025 ist Schluss. Fred Raab wird im kommenden Jahr 72 und hat sich seinen Ruhestand mehr als verdient.

Ehefrau Tina Raab wird sich dann noch mehr um das Café mit Tagesbar „Johann“ kümmern, das sie zusammen mit Tochter Lea in der Großen Johannisgasse betreibt.

Mehr über die Schließung der „Künstler-Klause“ lesen Sie hier:

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4. Curry 96 öffnet

Ihre Bratwurst ist den Coburgern heilig. Trotzdem wagt es Andy Scheinert, im Steinweg den Imbiss „Curry 96“ zu eröffnen. Dort dreht sich alles um die Currywurst. Wer möchte, kann sich die Currywurst extrem scharf würzen lassen – ab einem bestimmten Schärfegrad geschieht dies aber auf eigenes Risiko!

Mehr über Coburgs ersten Currywurst-Laden lesen Sie hier:

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5. Hussel schließt

Die Deutsche Confiserie Holding stellte Anfang Februar für ihre Tochterfirmen Hussel, Arko und Eilles jeweils Anträge auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Die Hussel GmbH als Confiserie- und Süßwarenspezialist, die norddeutsche Arko GmbH als Kaffeehändler und die Eilles GmbH & CO. KG als Teeverkäufer unterhielten bis zu diesem Zeitpunkt deutschlandweit rund 300 Filialen.

Erst nach und nach wurden die Auswirkungen dieser Insolvenzanträge in den Innenstädten sichtbar. Die Coburger Hussel-Filiale in der Spitalgasse blieb zum Beispiel zunächst noch geöffnet. Erst Anfang März wurden die Türen geschlossen, und ins Schaufenster kam der Zettel mit dem Verweis auf einen  „Frühlingsschlaf“. Doch es sollte nicht mehr zu einer Wiedereröffnung kommen.

Zwar wurde mit dem Süßwarenhersteller Viba ein neuer Investor gefunden, der die Marken Arko, Hussel und Eilles übernahm. Das in Thüringen angesiedelte Unternehmen führte auch einen Großteil der Filialen fort – nicht aber die in Coburg.

Mehr über das „Aus“ für Hussel in Coburg lesen Sie hier:

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6. Telli's Goldankauf expandiert

Nach dem Aus für „Hussel“ fand sich recht schnell ein Nachmieter für das Ladenlokal in der Spitalgasse 15: Mehmet Telli expandierte dort mit seinem „Telli’s Goldankauf“.

Sein klassisches Geschäft mit dem An- und Verkauf von Gold, Silber, Uhren, Schmuck und Münzen bereibt er nun in der Spitalgasse 15. Am bislang einzigen Standort in der Hindenburgstraße 5 laufen hingegen die Fäden für den Geschäftsbereich „Telli's Wohnungsauflösungen“ zusammen.

Mehr über die Neueröffnung in der Spitalgasse lesen Sie hier:

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7. Juwelier Gall schließt

„100 Jahre sind genug“ heißt es auf den Bannern, die im Dezember in die Schaufenster des Juweliergeschäfts Gall gehängt wurden. Wann genau Schluss sein wird, steht noch nicht fest. Gegründet worden war die Firma 1925 von Adolf Gall. 1992 kaufte Klaus-Peter Ludwig das Unternehmen, seit 2013 führten es dessen Söhne Christian und Sven Ludwig weiter. 

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8. Schillers eröffnet neu

Im September wurde das beliebte Café Sorgenfrei in der Webergasse geschlossen. Mit Natalia und Peter Schiller fanden sich aber recht schnell neue Pächter. Sie eröffneten im November unter dem neuen Namen „Schillers“.

Mehr über das „Schillers“ lesen Sie hier:

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9. Amadeus schließt

Das „Amadeus“ wurde geschlossen. Mehr als 20 Jahre lang war das Café mit Bistro ein beliebter Treffpunkt auf der Mauer. Ein Nachfolger ist aber bereits in Sicht, und es wird auch schon kräftig umgebaut. Wie zu hören ist, soll dort im Jahr 2025 eine Bar entstehen. 

Bistro und Café in Coburg
Das Bistro und Café „Amadeus“ auf der Mauer in Coburg hat geschlossen. Die Räume werden zurzeit umgebaut. // Oliver Schmidt

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10. Türkisches Café eröffnet

Bis März 2023 befand sich im Steinweg 13 das Modegeschäft „Cecil“ (und später auch „Street One“). Nach einem Jahr Leerstand eröffnete dort im März 2024 das türkische Café Docia mit Bäckerei. Betrieben wird es von der Familie Kasal.

Mehr über das türkische Café lesen Sie hier:

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11. Hopfen & Malz eröffnet wieder

Ende April hatte Lars Eggers das Restaurant „Hopfen & Malz“ am Oberen Bürglaß geschlossen. Ein Nachfolger fand sich zunächst nicht. Doch das änderte sich im August: Der 36-jährige Benjamin Franz übernahm, und das Coburger Tageblatt reimte: „Hopfen und Malz, Benny erhalt’s!“

Mehr über das „Hopfen & Malz“ lesen Sie hier:

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12. Ehemaliger Kräutergarten öffnet wieder

Das Restaurant Kräutergarten in der Rosenauer Straße stand rund ein Jahr leer. Dann übernahm Oltian Shole und eröffnete dort ein italienisches Restaurant namens „Casa Mia“.

Mehr über den neuen Wirt des Restaurants Kräutergarten beziehungsweise des „Casa Mia" lesen Sie hier:

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13. Boarding House eröffnet

Seit einem Feuer Ende 2022 ist das Hotel „Goldene Anker“ in der Coburger Rosengasse geschlossen. Probleme mit der Versicherung verhinderten bislang eine Sanierung. 2024 überraschten die Inhaber Jörg und Kristin Platsch mit der Eröffnung des „Boarding House zu Coburg". Dabei handelt es sich größtenteils um das Hintergebäude vom „Anker", das beim Feuer weitestgehend verschont geblieben war. Der Eingang befindet sich in der Kleinen Rosengasse.

Mehr über das  „Boarding House zu Coburg" lesen Sie hier:

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14. Dormero investiert in die Traube

Seit bald sechs Jahren gehört das ehemalige Romatik-Hotel „Goldene Traube“ zur Dormero-Kette. Nun endlich wird eine größere Investition in Angriff genommen:  44 der insgesamt 68 Zimmer sollen ab Januar 2025 neu gestaltet werden. Anschließend soll die Zugehörigkeit zu Dormero auch außen am Hotelgebäude sichtbarer gemacht werden als bisher.

Mehr zum Coburger Dormero-Hotel lesen Sie hier:

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15. Depot bleibt in Coburg

Die Einrichtungskette Depot geriet 2024 in finanzielle Schieflage. Etliche Filialen mussten daraufhin geschlossen werden – aber die Filiale am Marktplatz in Coburg blieb bestehen!

Mehr über Depot in Coburg lesen Sie hier:

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16. Prince und Hilde schließen

Zwei schlechte Nachrichten gab es für Nachtschwärmer in Coburg: Sowohl das „Prince“ (Große Johannisgasse) als auch die „Hilde“ im Steinweg mussten schließen. Bei der „Hilde“ lag das daran, dass das Gebäude einer Neugestaltung des Quartiers weichen muss. Beim „Prince“ hat die Eigentümerin andere Pläne für die Räumlichkeiten.

Mehr über diesen doppelten Tiefschlag für die Coburger Club- und Partyszene lesen Sie hier:

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17. Das „Johann“ bekommt Nachwuchs

Seit Mitte 2023 gibt es das Café mit Tagesbar „das Johann“ in der Großen Johannisgasse. Den „ersten Geburtstag" feierten die Inhaberinnen Lea und Tina Raab aber nicht nur groß und zünftig mit einem Gassenfest. Bei diesem Fest verkündeten sie auch eine spannende Expansion. So stehen sie jetzt regelmäßig mit einem mobilen Verkaufswagen auf dem Schlossplatz. Der mobile Verkaufswagen wurde auf den Namen „Johann Junior“ (kurz: JJ) getauft.

Mehr über „Johann Junior" lesen Sie hier:

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18. Neuer Trend: Automatenläden 

Am Oberen Bürglaß gibt es schon seit längerem einen Laden, der rund um die Uhr geöffnet ist. Die Snacks und Getränke, die dort verkauft werden, reicht kein Personal über den Ladentisch, sondernsie können an Automaten „gezogen“ werden. Die einen finden das praktisch, andere sehen diese Entwicklung eher kritisch.

So oder so: Der Trend setzt sich fort. Im Jahr 2024 eröffneten weitere „Automaten-Läden“ am Spitaltor und in der Ketschengasse.

Mehr über die neuen Automaten-Läden lesen Sie hier:

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19. Abschied von Vertico und Gurgala

Das Gebäude in der Schenkgasse 2 war über viele Jahrzehnte eine wichtige Adresse sowohl für Nachtschwärmer (erst Piano Bar, dann Vertico) als auch für Menschen, die bereits tagsüber gerne mal ein Bierchen tranken (Gurgala). Im Dezember wurde das Gebäude abgerissen. Es musste Platz machen für das Projekt „Jungens Wohnen" der städtischen Wohnbau.

Mehr über den Abschied vom Vertico (und vom Gurgala) lesen und sehen Sie hier:

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20. Oylnspiegel schließt

Für eingefleischte Scheuerfelder war es bis zuletzt die „Weiße Lilie“. Doch seit 2014 befand sich dort eben die Kult-Kneipe „Oylnspygl“, die ihre wildesten Zeiten freilich in den 1990er Jahren am ursprünglichen Standort im Rummental, nahe der Hochschule, hatte.

2024 musste der „Oylnspygl“ schließen. Das Gebäude soll abgerissen werden. Geplant ist eine Wohnbebauung.

Mehr über das Aus für den  „Oylnspygl" lesen Sie hier:

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21. Neuer Club im Bahnhof

Auf der linken Seite des Coburger Bahnhofs kann jetzt wieder die Nacht zum Tag gemacht werden - zumindest freitags und samstags. „Cocoo Deluxe“ heißt der neue Club, der Anfang September eröffnete.
Die Räume des ehemaligen Wartesaals des Coburger Bahnhofs waren um die Jahrtausendwende in eine coole Party-Location umgewandelt worden. Der damalige Name lautete – passenderweise – „Wartesaal“. Später eröffneten dort die Clubs „Gleis 21“ und „Paia“, ehe mit dem „Cocoo Deluxe“ ein neues Kapitel aufgeschlagen wurde.

Club am Bahnhof in Coburg
Anfang September hat am Bahnhof in Coburg „Cocoo Deluxe" eröffnet. // Oliver Schmidt

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22. Josiasgarten statt Prinzengarten

Anfang April durfte sich Martin Hofmann freuen: Er bekam den Zuschlag als neuer Pächter von Coburgs größtem Biergarten, dem er auch gleich seinen ursprünglichen Namen „Josiasgarten“ zurückgab. Doch dann wurde es kompliziert: Martin Hofmann konnte sich mit den bisherigen Pächterinnen vom „Prinzengarten“ nicht auf eine Ablöse für das Wirtschaftsgebäude einigen. Das hatte zur Folge, dass dieses Wirtschaftsgebäude vorerst nicht genutzt werden durfte. Um trotzdem in die Biergartensaison starten zu können, zeigte sich Martin Hofmann sehr kreativ: Direkt vor dem Wirtschaftsgebäude ließ er als Übergangslösung zwei Container aufstellen, in denen fortan gezapft und gekocht wurde.

Später im Jahr kam es schließlich zu einer Einigung im „Coburger Biergarten-Streit“: Martin Hofmann durfte das Wirtschaftsgebäude nutzen und konnte die Container wieder abtransportieren lassen.

Viele Hintergründe zum „Coburger Biergarten-Streit“ lesen Sie hier:

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