Für die Stadtratswahl am 8. März 2026 sind in Coburg elf verschiedene Listen nominiert worden. Auf ihnen finden sich insgesamt 370 Kandidaten und Kandidatinnen.
Nominiert haben:
- SPD (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- CSU (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- Pro Coburg (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- Grüne (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- FDP (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- Die Linke (30 Kandidaten und Kandidatinnen)
- AfD (13 Kandidaten und Kandidatinnen)
- BSW (15 Kandidaten und Kandidatinnen)
- Freie Wähler-CSB (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- Junge Union (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
- ÖDP (40 Kandidaten und Kandidatinnen)
JU und BSW benötigen noch Unterstützerunterschriften, um zur Wahl zugelassen werden zu können. Die Frist hierfür endet am 19. Januar.
Die Partei Volt wird in Coburg nicht zur Kommunalwahl 2026 antreten.
SPD: Dominik Sauerteig auf Platz 1
Die Stadtratsliste der SPD wird von Oberbürgermeister Dominik Sauerteig angeführt. Bei der Wahl 2020 holte die SPD neun Sitze. Zumindest zunächst konnte daraufhin die stärkste Fraktion im 41-köpfigen Stadtrat gebildet werden.
CSU: Hans-Herbert Hartan auf 1
Die Stadtratsliste der CSU wird angeführt von Hans-Herbert Hartan, der auch Oberbürgermeisterkandidat ist. Bei der Wahl 2020 konnte die CSU acht Sitze gewinnen. Zusammen mit zwei Stadtratsmitgliedern der Jungen Coburger (JC) wurde die Fraktion „CSU/JC“ gebildet, die mit dann zehn Mitgliedern die stärkste Kraft im Stadtrat noch vor der SPD (neun) wurde. Allerdings gab es im Laufe der Legislaturperiode drei Austritte.
Grüne: Petra Wöhner auf Platz 1
Die Grünen stellen mit Wolfram Haupt wieder einen eigenen OB-Kandidaten. Die Liste zur Stadtratswahl wird allerdings von Petra Wöhner angeführt.
FDP: Michael Zimmermann auf Platz 1
Die FDP ist zurzeit mit einem Duo im Coburger Stadtrat vertreten: bestehend aus Michael Zimmermann und Hans-Heinrich Eidt. Beide treten auch bei der Wahl 2026 wieder an. Michael Zimmermann führt die FDP-Liste an und ist zudem OB-Kandidat.
Die Linke: Joachim Hoppe auf Platz 1
Sowohl 2014 als auch 2020 holte Die Linke bei der Stadtratswahl jeweils einen Sitz in Coburg – und der ging immer an René Hähnlein. Nachdem Hähnlein mittlerweile zum Bündnis von Sahra Wagenknecht gewechselt ist, haben sich die Linken in Coburg neu aufgestellt. Die Liste zur Stadtratswahl 2026 wird angeführt von Joachim Hoppe, der auch OB-Kandidat ist.
AfD: Michael Gebhardt auf Platz 1
2020 trat die AfD erstmals zu einer Stadtratswahl in Coburg an. Der eine Sitz, der gewonnen wurde, ging an Axel Wehrmeister. Nach einigen Turbulenzen sitzt nunmehr Michael Gebhardt für die AfD im Coburger Stadtrat, obwohl der bei der Wahl 2020 lediglich auf Platz 11 der AfD-Liste gelandet war. Bei der Wahl 2026 führt Gebhardt die Liste an und ist zugleich OB-Kandidat.
Pro Coburg: Jürgen Heeb auf Platz 1
Die Wählergemeinschaft Pro Coburg (WPC) setzt auf Jürgen Heeb als Spitzenkandidat. Bei der Kommunalwahl 2020 konnte die WPC fünf Sitze im Coburger Stadtrat gewinnen. Die WPC-Fraktion ist mittlerweile aber auf sieben Mitglieder angewachsen – denn die Kulturbeauftragte Antoinetta Bafas und der Coburger IHK-Präsident Andreas Engel sind von der CSU/JC-Fraktion zu Pro Coburg gewechselt. Die beiden stehen auch auf der WPC-Liste für 2026.
Freie Wähler – CSB: Christian Gunsenheimer auf Platz 1
Die Christlich Sozialen Bürger (CSB) haben sich einst von der Coburger CSU abgespalten. Mittlerweile sind die CSB dem Landesverband der Freien Wähler (FW) beigetreten und firmieren als FW-CSB. Als OB-Kandidat wurde bereits der noch amtierende FW-Kreisvorsitzende Christian Gunsenheimer präsentiert. Der ehemalige Bürgermeister von Weitramsdorf führt auch die Stadtratsliste an, die im Dezember nominiert wurde.
Junge Union: Nick Bätz auf Platz 1
2008 traten die „Jungen Coburger“ (JC) erstmals zu einer Stadtratswahl an. Viele der Kandidierenden waren gleichzeitig Mitglied der CSU-Nachwuchsorganisation „Junge Union“ (JU). Deshalb gab es auch immer wieder den Vorwurf, es handele sich um eine „Tarnliste“ der JU.
Zur Wahl 2026 treten die Jungen Coburger nicht mehr an – aber dafür die Junge Union. Spitzenkandidat ist Nick Bätz.
BSW: René Hähnlein auf Platz 1
Seit 2014 gehört René Hähnlein dem Coburger Stadtrat an. Der ehemalige Politiker der Partei Die Linke ist aber mittlerweile zum Bündnis von Sahra Wagenknecht gewechselt. Zur Stadtratswahl 2026 gibt es eine eigene BSW-Liste.
ÖDP: Wolf auf 1
Die ÖDP stellt mit Erich Wohnig einen OB-Kandidaten. Die Liste zur Stadtratswahl wird allerdings von Tristan Wolf angeführt. Er gehört seit 2022 dem Coburger Stadtrat an und ist auch Vorsitzender des ÖDP-Kreisverbands.
Volt: Keine Liste!
Matthias Schmidt war 2020 für die Wählergemeinschaft Pro Coburg (WPC) in den Stadtrat gewählt worden. Der fünfköpfigen WPC-Fraktion gehört er dort auch noch immer an. Allerdings ist er inzwischen der Europartei Volt beigetreten.
Eigentlich war allgemein erwartet worden, dass Volt zur Wahl im März 2026 mit einer eigenen Liste in Coburg antritt. Doch im November hat Matthias Schmidt bekanntgegeben, dass Volt zur Kommunalwahl in Coburg nicht antreten wird. Und auch er selbst werde nicht erneut für den Stadtrat kandidieren.
Die Gruppierung „Coburger Liste“, die 2020 zur Stadtratswahl angetreten war und immerhin einen Sitz holte, wird 2026 nicht mehr antreten.


























