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Heimat-Monitor
Ruf nach bezahlbarem Wohnraum in Bad Kissingen
Steigende Mieten und bezahlbarer Wohnraum sind auch in Hammelburg und Bad Kissingen ein großes Thema.
Steigende Mieten und bezahlbarer Wohnraum sind auch in Hammelburg und Bad Kissingen ein großes Thema. // picture alliance / dpa
Bad Kissingen – Wie zufrieden die Landkreisbewohner mit den Themen Immobilienmarkt, Klimaschutz und Digitalisierung sind.

Wohnraum ist knapp, die Mieten steigen. Mehrfach haben die Leserinnen und Leser der Saale-Zeitung bei der Umfrage „Heimat-Monitor“ bezahlbaren Wohnraum gefordert. Mit 5,4 von zehn erreichbaren Punkten bewerten die Landkreisbewohner den Immobilienmarkt eher durchschnittlich. Während die Rannunger und Thundorfer mit jeweils 6,5 Punkten am zufriedensten sind, bilden Euerdorf (4,56 Punkte) und Hammelburg (4,32 Punkte) die Schlusslichter. Auch die Kreisstadt Bad Kissingen ist mit 4,9 Punkten am Ende der Zufriedenheitsskala in puncto Immobilienmarkt.

Das sagen unsere Lesen zum Immobilienmarkt

„Bezahlbare Bauplätze – bevor die Jugend ganz weg ist“, „niedrigere Mieten“, „erschwingbarer Wohnraum auch für Singles, Alleinerziehende, Geschiedene und generationsübergreifende Wohnprojekte, zum Beispiel Tiny-House-Parks oder ähnliches“ haben Leserinnen und Leser aus Hammelburg bei der Umfrage geschrieben.

„Wohnraum durch Sanierung leer stehender Häuser schaffen“, „Leerstände sinnvoll nutzen, Bad Kissingen braucht bezahlbaren Wohnraum für alle und besonders barrierefreie Wohnungen“, „dringend benötigt wird bezahlbarer Wohnraum für junge Leute“, meinten die Bad Kissinger dazu. Auch in Nüdlingen und Oberthulba wurden fehlende Mietwohnungen und Bauplätze massiv beklagt.

Nur wenig besser als beim Immobilienmarkt sind die Umfragewerte in der Kategorie Digitalisierung/Energie/Klima. Da bringt es der Landkreis insgesamt auf 5,58 Punkte, wobei Fuchsstadt (7,37 Punkte) und Aura (6,84 Punkte) ganz vorn, Elfershausen (4,24 Punkte) und Thundorf (3,93 Punkte) ganz hinten liegen.

„Lichtjahre entfernt“

Es fehle das schnelle Internet, die Situation sei katastrophal, heißt es beispielsweise aus Elfershausen. Aber auch in Bad Kissingen wird ein 5G-Netz gefordert, ohne das heute gar nichts mehr gehe. „Wichtig wäre der Ausbau von schnellem Internet – gefühlt sind wir leider Lichtjahre davon entfernt“, ließ uns eine Leserin oder ein Leser aus Ramsthal wissen.

Mit 8,63 von zehn möglichen Punkten fühlen sich die Fuchsstädter in puncto Klimaschutz am besten im Landkreis aufgehoben. Trotzdem gibt es auch von dort Kritik: „Die Gemeinde sollte sich mehr Gedanken um den Umgang mit dem Wasser, z.B. Befüllung privater Pools, machen. Auch dieser Bereich gehört mit zum Klimaschutz“, schrieb uns eine Leserin oder ein Leser. Während die einen mehr Initiativen beim Klimaschutz forderten, wollen andere keine zusätzlichen regenerativen Energieanlagen. So hieß es aus Aura und Zeitlofs, dass es auf gar keinen Fall neue Windräder geben dürfe.

Themen: Steigende Mieten, sexy Fuchsstadt, Überblick über Solaranlagen

Die Bewertungen und Kommentare aus dem „Heimat-Monitor“ hat die Redaktion der Saale-Zeitung zum Anlass genommen, nachzuhaken. Daraus sind drei Themenfelder entstanden: Steigende Mietpreise sind längst nicht mehr nur in Ballungsregionen und Großstädten ein Thema, sondern machen sich auch im Landkreis Bad Kissingen bemerkbar. Gerade in Bad Kissingen und Hammelburg sind bezahlbare Wohnungen ein knappes Gut geworden. Was die Politik tun müsste, um das Problem zu lösen, wird Reporter Benedikt Borst in dieser Woche aufzeigen.

Wie sexy ist eigentlich Fuchsstadt? Dieser Frage wird Reporter Ralf Ruppert in dieser Woche nachgehen. In vier Kategorien hat Fuchsstadt den ersten Platz beim „Heimat-Monitor“ belegt, in vier weiteren den zweiten. Insgesamt sind die Fuchsstädter am zufriedensten von allen Landkreisbewohnern. Bürgermeister René Gerner wird sagen, warum das so ist.

Interesse haben Bürger auch daran, wie ihre Heimatgemeinde den Klimawandel begleitet. Eine Übersicht über die aktuell 45 Windräder im Landkreis hat die Redaktion bereits vorgestellt, in dieser Woche schauen wir auf die Photovoltaiknutzung: Reporter Ralf Ruppert gibt eine Übersicht über bestehende Solaranlagen auf Dächern und in der Landschaft - und welche Freiflächenanlagen noch geplant sind. Zudem haben Kommunen auch Kriterien für PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen aufgestellt oder weitere Module in der Landschaft vorerst verboten. 

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