In der letzten Themenwoche unseres Heimat-Monitors dreht sich alles darum, wie sicher der Landkreis Bad Kissingen ist, beziehungsweise wie sicher sich die Menschen fühlen, die hier leben. Wie immer konnten unsere Leser maximal zehn Punkte bei ihren Antworten vergeben. Alles zusammengerechnet haben unsere Leser den Bereich Sicherheit mit guten 7,11 Punkten benotet. Das ist das zweitbeste Ergebnis in unserem Heimat-Monitor, hinter der Kategorie Sauberkeit.
Hohes Gefühl von Sicherheit
Im Einzelnen haben wir danach gefragt, wie sicher die Umfrageteilnehmer sich in ihrem Wohnort fühlen und wir wollten wissen, wie unsere Leser die Präsenz und Sichtbarkeit der Polizei in ihrem Wohnort bewerten. Top-Werte gibt es für das Sicherheitsgefühl: 8,62 Punkte haben unsere Leser im Durchschnitt verteilt, damit ist das die am besten bewertete Frage im ganzen Heimat-Monitor. Sechs Mal gab es sogar Noten mit über neun Punkten und damit kaum noch zu toppen: In Aura, Fuchsstadt, Geroda, Rannungen, Riedenberg und Sulzthal fühlen sich unsere Leser so behütet, dass es kaum noch besser geht. Bad Kissingen (7,88), Münnerstadt (7,78) und Wildflecken (7,84) schneiden im Vergleich am schwächsten ab, aber noch immer mit guten Punkten.
Für die Polizeipräsenz haben unsere Leser im Vergleich dazu deutlich weniger Punkte gegeben, mit 5,59 Punkten ist das ein Wert im Mittelfeld der Umfrage. Spitzenreiter ist bei dieser Frage Riedenberg mit 7,38 Punkten, abgeschlagenes Schlusslicht ist Thundorf mit 2,75 Punkten.
Niedrige Kriminalitätsrate
Dass unsere Leser sich im Landkreis Bad Kissingen nicht nur ungefährdet fühlen, sondern dass die Sicherheitslage tatsächlich sehr gut ist, zeigt der Blick in die Kriminalitätsstatistik der Polizei. Die amtlichen Zahlen belegen, dass die Kriminalitätsrate in der Region deutlich niedriger ist, als im bayern- und bundesweiten Durchschnitt.
Die Kriminalitätsbelastung ist dafür der wichtigste Gradmesser der Polizei. Sie gibt an, wie viele Straftaten je 100.000 Einwohner begangen werden. Deutschlandweit hat die Polizei im vergangenen Jahr 6762 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst, in Bayern sind es 4260 Straftaten, im Landkreis Bad Kissingen gerade einmal 3266. Das heißt: In Bad Kissingen werden im Vergleich zum deutschen Durchschnitt nur halb so viele Straftaten verübt. Es ließe sich auch sagen: In Bad Kissingen lebt es sich doppelt so sicher. Noch ein Vergleich: In Berlin kommen die häufigsten Straftaten vor, und zwar 14.135 je 100.000 Einwohner – das ist mehr als viermal so viel als im sicheren Bad Kissingen.
Kein Wunder also, dass die Sicherheit auch häufig als Argument von Neubürgern genannt wird, die aus den Metropolen in die Region ziehen.
Menschen, die für Sicherheit sorgen
In unseren Heimat-Monitor Berichten in dieser Woche reden wir unter anderem mit Menschen, die ihren Beitrag dazu leisten, dass es hier so sicher ist. Reporter Steffen Standke interviewt den Kommandanten der Feuerwehr Bad Brückenau, Michael Krug. Das Gespräch dreht sich darum, wie es sich anfühlt, jeden Tag ehrenamtlich für die Sicherheit anderer im Dienst zu sein und was Krug sich wünscht, damit die Welt sicherer wird.
Reporterin Angelika Despang begleitet eine Streife der Sicherheitswacht Bad Kissingen bei einem Gang durch die Innenstadt. Dabei bekommt sie gezeigt, was die Sicherheitswacht macht, wieso es sie gibt und wie sie arbeitet. Vor allem erzählen die Ehrenamtlichen, was sie bei ihren Streifen in Bad Kissingen für Erfahrungen machen.
Dass die Kriminalität niedrig ist, bedeutet nicht, dass in der Region nicht trotzdem auch schwere Straftaten begangen werden. Um ein besonders schweres Delikt handelt es sich beim sexuellen Missbrauch von Kindern. In den Polizeiberichten, die die Inspektionen täglich an die Redaktion schicken, tauchen diese Vergehen allerdings nicht auf, genauso führt die Polizei sie in der jährlichen Kriminalstatistik explizit auf. Reporter Benedikt Borst fragt bei Johannes Streib, Leiter Kriminalitätsbekämpfung beim Polizeipräsidium Unterfranken, nach, wieso das so gehandhabt wird, wie viele Fälle passieren und woran Eltern merken, dass ihr Kind Opfer von sexuellem Missbrauch geworden ist.
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